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Presse

Sieger im Erfinderwettbewerb und Transferpreisverleihung

5.07.10

 

Gewinner im Erfinderwettbewerb (v.l.): Prorektor Prof. Dr. Ulf Eysel und als Gewinner Prof. Dr. Nils Metzler-Nolte, Prof. Dr.-Ing. Jürgen Oehm, Dipl.-Ing. Carsten Heising

Der Transferpreis wurde verliehen an Prof. Dr. Rainer Martin (2.v.l.) und Prof. Dr. Uwe Czarnetzki (3.v.l.). Links der Hauptgeschäftsführer der IHK Tillmann Neinhaus, rechts neben den Gewinnern Prorektor Prof. Dr. Ulf Eysel und Dr. Karl Grosse, Geschäftsführer der rubitec GmbH

„Metall-enthaltende Analoga von Platensimycin mit antibiotischer Wirkung"

(Prof. Dr. Nils Metzler-Nolte, Dr. Gilles Gasser, Malay Patra)

In den letzten Jahren wächst die medizinische Bedrohung durch bakterielle Infektionen wieder rasant an. Gefährlich veränderte Bakterien, die sogenannten „superbugs", sind mittlerweile gegen alle gängigen Antibiotika resistent. Um Infektionen mit diesen Bakterien wieder kontrollieren zu können werden daher dringend alternative Antibiotika mit völlig neuen Wirkmechanismen benötigt. Unsere Erfindung beschreibt ein neuartiges Konzept zu solchen Antibiotika, in dem ein komplizierter, rein organischer Naturstoff gezielt durch vergleichsweise einfache Metallkomplexe substituiert wird. Die neuen Metall-Derivate dieses Naturstoffs zeigen eine vielversprechende Aktivität, und wie erhofft auch ein verändertes Wirkprofil.

„Integrierte Struktur zur Messung des Lichteinfallswinkels"

(Prof. Dr.-Ing. Jürgen Oehm)

Gegenstand der Erfindung ist ein hochgenaues Verfahren zur Messung des Einfallswinkels eines Lichtstrahls auf eine Bezugsfläche auf Basis eines monilithischen Standard-CMOS-Prozesses ohne weitere optische Hilfsmittel. Genutzt wird hierbei die bekannte Abhängigkeit des Lichteinfallswinkels vom Verhältnis von Lichtintensitäten. Dabei wird der aus den Lichtintensitäten resultierende Photostrom über eine Ladungsspeichersensorik in einen numerischen Zähler gewandelt, um eine möglichst hohe Signalempfindlichkeit zu erhalten. hervorhebt.

Die Vorteile: Auf Grund der monolithischen Integration in einen Standard-CMOS-Prozess, einhergehend mit einer geschickten sensorischen Diodenstrukturanordnung samt zugehöriger Auswerteeineit erhält man ein Bauelement von extrem kleiner, robuster und hochempfindlicher Bauart, was sich nicht zuletzt auch durch Kostenvorteile

„Regler für zeitvariante Systeme" sowie „Beobachter für zeitvariante Systeme"

(Dipl.-Ing. Carsten Heising)

Leistungselektronische Systeme haben inzwischen sehr große Bedeutung vor allem bei der Regelung von Antriebssystemen und bei der Anbindung regenerativer Energieträger wie Sonne und Wind an das Energieversorgungsnetz erlangt. Die schnelle und genaue Steuerung und Regelung solcher Systeme stellt große Herausforderungen an die Regelungstechnik, denn leistungselektronische Systeme sind grundsätzlich zeitvariant. Die Erfindungen arbeiten ein Kernproblem bei der Regelung solcher Systeme heraus und lösen es.

Im Detail: Bei leistungselektronischen Systemen ändern sich die Systemeigenschaften sprunghaft – aber vorhersagbar. Bisherige Konzepte berücksichtigen diese Änderungen der Systemeigenschaften nur unvollständig und sind daher in bestimmten Betriebspunkten nicht mehr stabil. Die Erfindungen berücksichtigen das tatsächliche Systemverhalten vollständig. Dadurch werden die Systeme wesentlich genauer und schneller regelbar sowie beobachtbar – Stabilitätsprobleme werden erfolgreich vermieden.

Transferpreis 2009 wurde gesplittet

Der Transferpreis 2009 von der RUB, der IHK im mittleren Ruhrgebiet zu Bochum und der rubitec GmbH gestiftet, wurde dieses Jahr aufgeteilt. Je 5000 € erhielten Prof. Dr. Uwe Czarnetzki für eine "Methode zur Kontrolle von Ionenenergien" und Prof. Dr. Rainer Martin für die "Geräuschreduktion für Hörgeräte".