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Presse

Preise im Erfinderwettbewerb 2011 und der Transferpreis wurden vergeben

5.07.12

 

Von links: Dietmar Tappe (rubitec) und Prof. Dr. Ulf Eysel (Prorektor für Forschung und Struktur der RUB) mit den Preisträgern Prof. Dr. Stephan Hahn und Dr. Alexander Baraniskin

Preisträger PD Dr. Jan Meijer zwischen Prof. Dr. Ulf Eysel und Dietmar Tappe

Preisträgerin Larissa Schwertmann zwischen Prof. Dr. Ulf Eysel und Dietmar Tappe

27 Erfindungsmeldungen sind im vergangenen Jahr an der RUB
eingegangen, sie alle nahmen am Erfinderwettbewerb der
rubitec teil. Drei herausragende Innovationen wurden mit je
1.000 Euro prämiert:

- Prof. Dr. Stephan Hahn und Dr. Alexander Baraniskin
entdeckten in Kooperation mit Prof. Dr. Wolff Schmiegel
zwei sehr kleine Moleküle, die als Tumormarker eine
Krebserkrankung anzeigen. Der Nachweis dieser Moleküle
gelingt sehr leicht in beliebigen Körperflüssigkeiten, am
besten Blut, und könnte in Zukunft Diagnosen deutlich
vereinfachen.

- PD Dr. Jan Meijer hat zusammen mit Kollegen von der RWTH
Aachen ein neues Verfahren zur hochpräzisen Distanzmessung
entwickelt. Interessant ist das für die Mikro- und
Nanotechnologie, zum Beispiel für Kontrollsensoren in der
Chipherstellung. Für ihren höchstauflösenden
Auslesemechanismus nutzen die Forscher geschickt einen
eigentlich als störend geltenden Effekt aus der
Halbleitertechnik (Kurzkanaleffekt).

- Prof. Dr. Martin Muhler, Dr. Thomas Franzke und Larissa
Schwertmann haben ein neues, effizienteres Verfahren zur
Herstellung von Katalysatoren entwickelt, mit denen sich
Acrolein aus Propen gewinnen lässt. Acrolein ist ein
Aldehyd und dient in der chemischen Industrie als Rohstoff
zur Synthese weiterer Stoffe. Die derzeit noch verwendeten
Katalysatoren zur so genannten Selektivoxidation von Propen
zu Acrolein beinhalten viele verschiedene Elemente, die das
Verfahren komplex und aufwendig machen.

Transferpreis verliehen: 10.000 Euro für Spin-off der RUB

Vanessa Peters und Daniel Ziggel sind ins kalte Wasser
gesprungen - mit Erfolg. Als Rechtsanwältin und
Mathematiker gründeten sie 2010 ihr eigenes Unternehmen
"quasol", das Rechenmodelle für die Portfoliooptimierung
für die Finanzbranche anbietet. In nur zwei Jahren ist es
ohne Fremdkapital zu einem rentablen Unternehmen
herangewachsen. Dafür erhielten die beiden RUB-Absolventen
heute den mit 10.000 Euro dotierten Transferpreis der
Ruhr-Universität, gesponsert von der RUB, der IHK Mittleres
Ruhrgebiet und rubitec GmbH. Prämiert wurden zudem drei
herausragende Ideen im Erfinderwettbewerb.

Optimiert: Finanzsoftware auf dem Stand der Forschung

Spätestens seit der weltweiten Finanz- und der europäischen
Schuldenkrise wissen wir, dass klassische Methoden zur
Vermögensaufteilung versagen. Die quasol-Software hingegen
rechnet aus, wie ein Anleger sein Geld am besten auf
Aktien, Staatsanleihen, Festgeldkonten usw. verteilt - und
zwar so, dass es optimal zu seinem Risikobewusstsein passt.
Interessant ist das etwa für Anlageberater, die mit diesen
Zahlen ihre Klienten optimal informieren können. Ziggel und
Peters arbeiten inzwischen mit einem etablierten
Software-Haus zusammen, das verschiedene Banken und
Vermögensverwalter betreut. quasol liefert neue Rechenkerne
für diese Software, die so noch mehr Funktionen erhält -
beispielsweise berechnet sie bestimmte Risikokennzahlen.
Hier zahlt sich die Verbundenheit der Unternehmensgründer
zur Universität direkt aus. Das Besondere an quasol: Ziggel
und Peters setzen statistische Modelle und Methoden auf dem
neusten Stand der Forschung ein. Das ist laut Ziggel auf
dem Markt meist nicht der Fall: "Die Praxis hinkt der Uni
oft 50 Jahre hinterher."